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Hohe Preise: Bündnis fordert Sozialgipfel

Bundesverband

Steigende Kosten bereiten vielen Menschen Sorge. Mögliche Entlastungen sollte die Bundesregierung auf einem Sozialgipfel diskutieren. Das fordert ein Bündnis mehrerer Verbände.

Frau mit Einkaufswagen und erschrecktem Gesichtsausdruck
Der Einkauf von Lebensmitteln wird für Menschen mit wenig Geld zu einem immer größeren Problem. Foto: polack / Adobe Stock

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat sich mit dem Sozialverband VdK Deutschland, dem Deutschen Mieterbund und der Tafel Deutschland zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Gemeinsam fordern sie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf, so schnell wie möglich einen Sozialgipfel einzuberufen. Auf diesem solle die Bundesregierung mit Betroffenen direkt darüber sprechen, wie eine sinnvolle Entlastung angesichts hoher Kosten etwa für Energie oder Lebensmittel aussehen könne. 

„Die Bundesregierung muss jetzt dringend handeln.“

In einem gemeinsamen Brief ans Kanzleramt verdeutlichten die Organisationen ihr Anliegen: „Angesichts steigender Preise für Energie und Lebensmittel sowie den Folgen der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges haben mittlerweile viele Menschen in Deutschland Angst vor der Zukunft. Sie wissen nicht, wie sie die höheren Rechnungen für Strom, Gas und Öl bezahlen und wie sie durch Herbst und Winter kommen sollen.“ Explizit zur Eile mahnte dabei SoVD-Vizepräsidentin Ursula Engelen-Kefer. Sie sagte, die Bundesregierung müsse jetzt handeln.

Austausch mit Betroffenen suchen

Das Bündnis kritisiert, dass die Politik zwar ein weiteres Entlastungspaket angekündigt und sich zudem mit Arbeitgeber*innen und Gewerkschaften ausgetauscht habe. Nur mit den wirklich Betroffenen sei bislang nicht geredet worden. Dies müsse sich umgehend ändern. Für Gespräche im Rahmen eines Sozialgipfels stünden SoVD, VdK, Tafel und Deutscher Mieterbund daher bereit, heißt es in dem Brief an Bundeskanzler Scholz.

Hilfe muss zeitnah erfolgen

VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte, dass man gerade angesichts des nahenden Winters sofort Lösungen für das "untere Drittel der Gesellschaft" bräuchte. Gemeint sind damit Menschen mit geringem Einkommen, die angesichts explodierender Lebenshaltungskosten zunehmend Sorgen um die bloße Existenz haben. Als die aus Sicht des SoVD drängendsten Themen nannte Engelen-Kefer unter anderem eine 300 Euro-Energiepauschale für Rentnerinnen und Rentner sowie armutsfeste Regelsätze beim Bürgergeld und in der Grundsicherung.

Die gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses lesen Sie hier.

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